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Müssen Beamte ihre Pension versteuern?
Die kurze Antwort: ja
Die Beamtenpension ist voll steuerpflichtig. Sie zählt zu den Versorgungsbezügen und damit zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit nach Paragraf 19 Einkommensteuergesetz. Dein Versorgungsträger behält jeden Monat Lohnsteuer ein, genau wie früher dein Dienstherr beim Gehalt. In der Steuererklärung trägst du die Pension in die Anlage N ein. Besteuert wird sie nachgelagert und mit deinem persönlichen Steuersatz.
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Was die Steuer abmildert: der Versorgungsfreibetrag
Anders als aktive Beschäftigte bekommst du auf deine Versorgungsbezüge einen Versorgungsfreibetrag samt Zuschlag. Bei einem Versorgungsbeginn im Jahr 2026 bleiben 12,8 Prozent der Bezüge steuerfrei, höchstens 960 Euro, dazu kommt ein Zuschlag von 288 Euro. Zusammen sind das bis zu 1.248 Euro pro Jahr. Dieser Betrag wird beim Start deiner Pension festgelegt und bleibt danach gleich, auch wenn deine Bezüge später steigen.
Wichtig zu wissen
Der Versorgungsfreibetrag wird für jeden neuen Pensionärsjahrgang kleiner und fällt ab dem Versorgungsbeginn 2058 ganz weg. Wer später in Pension geht, hat also weniger davon. Statt des vollen Arbeitnehmer-Pauschbetrags gilt für Versorgungsbezüge nur ein Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 Euro. Höhere berufliche Kosten musst du einzeln angeben.
Pension oder Rente: bei der Steuer nicht dasselbe
Die gesetzliche Rente und die Beamtenpension werden beide nachgelagert besteuert, aber auf unterschiedlichen Wegen. Bei der Rente gibt es einen Rentenfreibetrag, bei einem Rentenbeginn 2026 sind rund 84 Prozent steuerpflichtig, eingetragen in die Anlage R. Die Pension dagegen wird wie Arbeitslohn behandelt, mit dem Versorgungsfreibetrag und der Anlage N. Für dich heißt das vor allem: Kennst du die richtigen Freibeträge, holst du dir am Jahresende Geld zurück.
Und was bleibt netto?
Neben der Steuer spielt die Krankenversicherung im Ruhestand eine große Rolle. Als Pensionär hast du in der Regel einen Beihilfeanspruch von rund 70 Prozent und deckst die restlichen 30 Prozent über eine private Krankenversicherung. Bei der Feuerwehr endet zudem die freie Heilfürsorge mit dem Ruhestand. Unterm Strich liegt dein Netto also spürbar unter der Bruttopension. Wer diese Lücke früh kennt, kann sie in Ruhe planen.
Du willst wissen, wie deine Pension netto aussieht und wie groß deine Versorgungslücke ist?
Häufige Fragen (FAQ)
Muss ich als pensionierter Beamter eine Steuererklärung abgeben?
Wie hoch ist der Versorgungsfreibetrag 2026?
Zahle ich auf die Pension weniger Steuern als auf mein aktives Gehalt?
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